Madrid | |
Region | Madrid |
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Einwohnerzahl | 3.416.771 (2024) |
Höhe | 663 m |
Tourist-Info | +34 91 578 78 10 |
www.esmadrid.com/de | |
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![]() ![]() Madrid |
Madrid ist die Hauptstadt von Spanien. Mit seinen knapp 3,3 Millionen Einwohnern ist Madrid die zweitgrößte Metropole der Europäischen Union.
Stadtteile
[Bearbeiten]Madrid ist erst recht spät eine wirkliche Metropole und Großstadt geworden, weshalb es noch einen recht kleinen und beschaulichen Altstadtkern gibt, von dem aus früher einmal ein ganzes Weltreich regiert wurde. Dieses Altstadtgebiet – zweifellos das interessanteste in Madrid – lässt sich grob in fünf Stadtviertel aufteilen:
- Huertas und Sol – Huertas ist das ehemalige Literatenviertel, heute ist die Gegend um die Plaza Santa Ana vor allem abends und nachts zum Essen und Trinken einen Besuch wert. Die Puerta del Sol ist der soziale und kommerzielle Mittelpunkt der Stadt.
- La Latina und Austrias – La Latina ist der älteste Teil Madrids, mit kleinen verwinkelten Gassen, verschlafen und mediterran schön. Austrias ist hingegen die Umgebung des Königspalasts und Plaza Mayor; hier ballen sich die meisten Sehenswürdigkeiten und Touristenströme.
- Malasaña – Im „hippen“ Viertel um den Plaza del Dos de Mayo versammelt sich nachts die junge und etwas alternativere Szene; man findet hier viele Bars und Kneipen, unkonventionelle Design- und Second-Hand-Läden.
- Chueca – Hier trifft sich vor allem die Homosexuellenszene.
- Lavapiés – Der am stärksten multikulturell geprägte Stadtteil, gewissermaßen das "Kreuzberg" Madrids.
Etwas weiter außerhalb liegen:
- Retiro und Paseo del Arte – Der Parque de El Retiro ist Madrids größter Park, so groß wie ein ganzer Stadtteil; am Paseo del Arte reihen sich die wichtigsten Kunstmuseen auf.
- Salamanca – Der teuerste und exklusivste Stadtteil, mit Luxus-Appartements und Repräsentanzen internationaler Edelmarken.
- Chamberí – Ein weitgehend normales und wenig touristisches Mittelschichtsviertel; hier gibt es wenig Sehenswürdigkeiten, aber günstige Übernachtungsmöglichkeiten.
- Moncloa – aufgrund der Nähe zur Universidad Complutense studentisch geprägt
- Arguanzuela – Der südlich an die Innenstadt anschließende Bezirk am Ufer des Manzanares wurde durch das Stadtentwicklungsprojekt Madrid Rio aufgewertet.
Hintergrund
[Bearbeiten]Klima
[Bearbeiten]Kontinental, trocken und bisweilen extrem. Im Sommer heiß und im Winter kalt. Gemäßigte Temperaturperioden wie die deutschen Jahreszeiten Frühjahr und Herbst gibt es hier nicht, sondern nur "sol o sombra" (Sonne oder Schatten). Gelegentlich regnet es, Schnee gibt es in der Stadt jedes Jahr.
Sprache
[Bearbeiten]In Madrid wird Standard-Spanisch (Castellano) gesprochen – allerdings in einer Geschwindigkeit, die viele Ausländer überfordert. Meist nehmen die Gesprächspartner aber Rücksicht, sobald sie erkennen, dass sie mit einem Ausländer sprechen und stellen auf eine langsamere und schlichtere Sprache um. Englischkenntnisse sind zunehmend verbreitet, vor allem in der jüngeren Generation, sodass man zumindest Essen bestellen bzw. sich über Waren und Preise handelseinig werden kann. In den Touristenvierteln stehen Informationstafeln und in vielen Restaurants auch Speisekarten auf Englisch zur Verfügung.
Dennoch ist es sehr empfehlenswert, zumindest grundlegende Spanischkenntnisse zu erwerben (siehe Sprachführer Spanisch). Die meisten Madrilenen, mit denen man es zu tun hat, freuen sich über entsprechende Bemühungen und versuchen gegebenenfalls, das Gemeinte zu verstehen.
Anreise
[Bearbeiten]Mit dem Flugzeug
[Bearbeiten]Der 1 Flughafen Madrid-Barajas „Adolfo Suárez“ (IATA: MAD) (Aeropuerto Adolfo Suárez Madrid-Barajas) ist der größte Flughafen Madrids und ganz Spaniens.
Viele Billig- und Linienfluggesellschaften fliegen von Deutschland hierher, beispielsweise Lufthansa, Iberia, Ryanair, AirEuropa und LATAM bieten Direktverbindungen nach Madrid. Um ein paar zu nennen:
- Lufthansa, Iberia, AirEuropa, Ryanair und LATAM fliegen mehrmals täglich von Frankfurt
- Lufthansa, Iberia und AirEuropa mehrmals täglich von München
- Vueling ab Nürnberg
- easyJet bietet Flüge aus Frankreich vom EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg.
- Ryanair fliegt ab Berlin, Hamburg, Frankfurt am Main, Köln/Bonn und Nürnberg.
Der Flughafen hat gewaltige Ausmaße, so dass man den Zeitbedarf zum Umsteigen oder zum Boarding keinesfalls unterschätzen sollte: Übergangszeiten von 15 Minuten, bis man trotz Laufbändern beim jeweiligen Gate angekommen ist, sind nichts ungewöhnliches. Insbesondere sollte beachtet werden, dass Terminal 4 weit von den übrigen Terminals 1–3 entfernt ist. Zwischen den Terminals verkehren Shuttlebusse.
Die Fluggesellschaften der Oneworld Allianz wie Iberia und LATAM sind am Terminal 4 beheimatet.
Wichtigste Verbindung zwischen dem Flughafen und der Innenstadt ist die Metro-Linie 8, die sowohl am Terminal 4 als auch Terminals 1–3 hält. Sowie die S-Bahn C-1 ab Terminal 4.
Zudem besteht eine 24-Stunden- Expressbusverbindung Exprès Aeropuero, tagsüber alle 15 bis 20 Minuten, nachts alle 35 Minuten. Fahrtdauer ca. 40 Minuten, Sie verbindet die Flughafenterminals T1, T2, T4 mit O'Donnell, Plaza Cibeles und dem Bahnhof Atocha. Fahrpreis € 5,-.
Für Taxifahrten in die Stadt (innerhalb der M30) gilt ein Einheitspreis von 30 € (2020).
Mit der Bahn
[Bearbeiten]Madrid hat zwei Fernverkehrsbahnhöfe:
- 2 Estación de Puerta de Atocha (kurz nur „Atocha“; Metro 1 Atocha Renfe und verschiedene Stadtbuslinien). Tel.: 902 320 320.
Madrid stellt das Zentrum des Fernverkehrsnetzes der spanischen Bahngesellschaft RENFE dar. Die komfortablen Hochgeschwindigkeitszüge AVE verbinden die Hauptstadt mit Katalonien (u. a. Barcelona, Lleida), Aragón (Huesca, Saragossa), Valencia, Alicante, Andalusien (Málaga, Sevilla, Córdoba), León und Toledo. Von Barcelona nach Madrid fährt man so beispielsweise 2½ Stunden und bezahlt in der Touristenklasse 75 bis 108 €; von Málaga sind es 2:45 Std. und rund 80 €. Es gibt auch grenzüberschreitende AVE aus Südfrankreich.
Aus Deutschland kommend, muss man in der Regel in Paris (samt Bahnhofswechsel) und Barcelona umsteigen und ist z. B. von Frankfurt am Main mindestens 15 Std. unterwegs. Wenn man keinen Frühbucherrabatt oder sonstige Sparpreise in Anspruch nehmen kann, wird die Bahnverbindung aber teurer als ein Flug sein.
Mit dem Bus
[Bearbeiten]Von Deutschland aus zum Beispiel mit Deutsche Touring (Tochter der Deutschen Bahn AG). Nach Madrid kann man von aus dem ganzen Umland mit dem Bus fahren.
Auf der Straße
[Bearbeiten]Madrid ist nicht nur das politische, das kulturelle und das geographische Zentrum von Spanien, sondern auch das verkehrstechnische. Es gibt ein fast spinnennetzförmig angelegtes Autobahnnetz in Spanien, dessen "Streben" sternförmig in Madrid zusammenlaufen. Um Madrid herum existieren Ringautobahnen (z. B. ,
), die es erleichtern, an den gewünschten Ort innerhalb Madrids zu gelangen.
Dieses Netz ermöglicht es, aus fast jeder Ecke Spaniens die Hauptstadt in wenigen Stunden zu erreichen. Von Málaga benötigt man für die knapp 600 km etwa 6 Stunden. Der AVE (siehe oben) braucht weniger als 3 Stunden.
Entfernungen nach/von Madrid: Barcelona 615 km, Bilbao 395 km, A Coruña 600 km, Lissabon 625 km.
Mobilität
[Bearbeiten]Madrid besitzt ein sehr gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz, das aufgrund der (gescheiterten) Bewerbung für die Olympischen Spiele 2012 noch weiter ausgebaut wurde. Man hat die Möglichkeit, mit der Metro, dem Bus, den unterirdischen Nahverkehrszügen (Cercanías) und dem Taxi zu fahren.
Natürlich kann man auch das eigene oder ein gemietetes Auto verwenden. Zumindest in der Innenstadt ist der Verkehr aber recht unübersichtlich, es gibt viele enge Gassen, Einbahnstraßen und Fußgängerzonen.

Fahrradfahren ist bislang – vermutlich wegen des heißen Klimas und der recht hügeligen Topographie – nicht sehr verbreitet. Es existiert jedoch ein gut ausgebautes öffentliches Verleihsystem für E-Bikes, BiciMAD, mit 165 Stationen (Stand März 2017; im Schnitt eine Station aller 300 Meter). Die Anmeldung gestaltet sich allerdings recht bürokratisch. Selbst wenn man das System nur einmal benutzen will, muss man seine Personalausweis- oder Passnummer angeben und seine Kreditkarte mit einer Kaution von 150 € belasten lassen (dazu braucht man Kreditkarte mit PIN). Alternativ gibt es gewöhnliche, private Fahrradverleiher, z. B.:
- 4 Trixi Bicicletas. Mitarbeiter sprechen gut Englisch, z. T. auch Niederländisch oder Französisch, geben praktische Hinweise und Tourenvorschläge. Bietet auch geführte Fahrradtouren in der Gruppe an (offene Tour März–November täglich 11 Uhr, 12 km, 3 Std., Voranmeldung empfohlen; oder private Touren zu verschiedenen Themen auf Anmeldung). Als Kaution müssen 50 € und eine Kopie des Ausweises hinterlegt werden. Geöffnet: Mo-Fr 10–14 und 16–20 Uhr, Sa-So 10–20 Uhr. Preis: 4 Std. 8 €, 24 Std. 15 €, 2 Tage 25 €, jeder weitere Tag 7 €, Helm und Schloss inkl.
Die meisten touristisch interessanten Ziele konzentrieren sich in der Altstadt und sind untereinander meist fußläufig zu erreichen. So sieht man etwas von der Stadt und es gibt ohnehin zwischen Palacio Real im Westen und Parque Retiro im Osten alle paar Meter etwas zu sehen.
Metro und Bus
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Das enge Metronetz von Madrid kann man hier einsehen und den Liniennetzplan der Metro auch als PDF herunterladen. In den Außenstadtteilen verkehren 3 Straßenbahnlinien (Metro Ligero).
Busse fahren bis ca. 22.30 Uhr und die letzte Metro startet um 1.30 Uhr. Morgens beginnt der Verkehr wieder um ca. 6.00 Uhr. Nachts gibt es die Möglichkeit Nachtbusse zu nutzen. Eine Netzkarte findet man an der Rückseite jeder Bushaltestelle.
Die Preise sind moderat und für Bus und Metro gleich, man kann sie also auch in beiden Verkehrsmitteln benutzen. Die Preise im Einzelnen:
- Einzelfahrt in Zone A für 5 Stationen: 1,50 €, je weitere: 0,10 € mehr bis maximal 2,- €. Für Fahrten von und zum Flughafen zzgl. 3,- €.
Sencillo Combinado (Combined Single): 2,- €, - Zehnerkarte (Zone A): 12,20 € für 10 Fahrten mit Bus oder Metro, (hierbei müssen beim Zu-/Ausstieg am Flughafen die 3,- € separat bezahlt werden. Combinado 10 viajes (Combined 10 Journeys): 18,30- € für 10 Fahrten mit dem Bus von maximal 1 Stunde Dauer.(Aug. 2015)
- Touristenabos Bilet Turistico (beliebig viele Fahrten im angegebenen Zeitraum, Kinder unter 11 zahlen die Hälfte).
- Das Bilet Turistico A gilt auf der Metro Zone A, Metro Ligero 1, allen Autobussen der EMT de Madrid, den Vorortezügen Cercanias der Renfe in den Zonen 0 und A. Der Flughafenzuschlag der Metro ist ebenfalls enthalten.
- Das Bilet Turistico T gilt zusätzlich auf den Intercity Bussen der Region Madrid und der Städte Guadalajara und Toledo, dem gesamten Metro Netzwerk, der Metro Ligero ML2 und ML3, allen Zonen der Vorortezüge Cercanias der Renfe und der Parla Straßenbahn.
Tage | Zone A | Zone T |
---|---|---|
1 | 10,00 € | 15,00 € |
2 | 17,00 € | 25,50 € |
3 | 22,50 € | 34,00 € |
5 | 32,50 € | 49,00 € |
7 | 42,00 € | 61,00 € |
Kaufen kann man die Einzelkarten sowohl in den Metrostationen als auch in den Bussen. Im Bus kann eine Einzelfahrt beim Einstieg an den Lesegeräten für Fahrkarten auch kontaktlos mit Kredit- oder Debitkarte, sowie über Google-Pay und Apple-Pay auch mit Handy oder Smartwatch bezahlt werden. Zehnerkarten können an den Schaltern der Metro und bei den Estancos ("Tabaco-Läden") gekauft werden (nicht aber in den Autobussen). Die Zehnerkarten müssen bei jeder Fahrt entwertet werden., Man kann das Bilet Turistico an allen Metro Stationen, im Centro de Atención al Viajero (Passenger Assistance Center) in den Metrostationen am Flughafen Barajas T1,T2,T3 und T4, im Büros der Touristeninformation, Plaza Mayor 27 und des Consorcio Regional de Transportes de Madrid sowie in vielen Tabakgeschäften gegen Vorlage eines Ausweises kaufen oder über das Internet bestellen.
Für längere Aufenthalte sind die Monatskarten (Abono mensual) zu empfehlen, die man nur bei den Estancos gegen Vorlage des Ausweises und eines Lichtbildes erwerben kann. Die Jugendabos (Abono joven) können auch dort beantragt werden, müssen aber erst gedruckt werden und werden per Post oder über den Estanco zugestellt. Dafür braucht man noch eine Kopie des Ausweises und einige Tage Zeit. Die Ausstellung dauert zwischen 2 Tagen und 3 Wochen.
Tipp: Nicht-Spanienkennern sei gesagt, dass die Busse nur halten, wenn man ihnen ein Handzeichen gibt. So ist es außerdem auch die Regel, sich an großen Bushaltestellen schon beim Warten in einer Reihe aufzustellen.
Noch ein Tipp: Um die Ankunftszeit des nächsten Busses zu erfahren, kann man ein SMS an die Nummer 7998 mit den Worten EXPERA Leerzeichen Nummer der Autobushaltestelle senden und erhält kurz danach eine Nachricht mit der gewünschten Information. Die Kosten für beide SMS sind € 0.15 plus Mehrwertsteuer.
Nachtbusse
[Bearbeiten]Auf Spanisch: nocturnos. Die Linien verlaufen anders als die Taglinien und sind ebenfalls auf den Plänen der Bushaltestellen nachzulesen: Jede Nachtlinie hat ein N vor der Zahl stehen. Die Linien verlaufen sternförmig von der Plaza de Cibeles aus (westlich der Puerta del Sol) und fahren an Wochenendabenden fast alle 10-15 Minuten ab, unter der Woche alle 30-45 Minuten. Sie verkehren die ganze Nacht und kosten nicht mehr als normale Busse oder die Metro. Seit Frühjahr 2006 fahren an den Wochenenden zusätzlich zu den normalen Nachtbussen alle 15 bis 20 Minuten "BuhoMetro"-Busse, deren Linienverlauf sich an den normalen Metro-Linien orientiert.
Cercanías
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Es gibt wenige Cercanías-Bahnhöfe innerhalb Madrids (z. B. Atocha, Recoletos, Chamartín, Sol), dafür sind sie aber teilweise die einzige Möglichkeit, um aus den Vorstädten in die Innenstadt zu kommen. Die Cercanías gehören zur nationalen Eisenbahn Renfe. Es gibt 9 Linien von Cercanias (Vorortezüge):
C-1: Príncipe Pío - Atocha - N. Ministerios - Chamartín - Aeropuerto T4
C-2: Guadalajara – Alcalá- Atocha – Chamartín
C-3: Aranjuez - Atocha - Sol - Chamartín
C-3a: San Martín de la Vega - Pinto
C-4: Parla - Atocha - Sol - Chamartín / Cantoblanco - Alcobendas / Cantoblanco -Colmenar Viejo
C-5: Móstoles - El Soto - Atocha - Fuenlabrada - Humanes
C-7: Alcalá de Henares - Atocha - Chamartín - Príncipe Pío - Atocha – Chamartín - Fuente de la Mora
: C-8: Atocha – Chamartín / Villaba - El Escorial / Villalba - Cercedilla
: C-9: Cercedilla – Cotos
C-10: Villalba – Príncipe Pío – Atocha – Chamartín – Pitis - Fuente de la Mora
Alle Linien führen über den Bahnhof Atocha. Die Cercanias eignen sich für Ausflüge in die Berge von Guadarrama, nach Aranjuez (Linie ), ALcala de Henares (Linie
) oder zum Escorial (Linie
). Innerhalb Madrids ist die Fahrt vom Bahnhof Chamartin zum Bahnhof Atocha mit den Cercanias oft schneller als mit der Metro. Die Züge verkehren von 5 oder 6 Uhr morgens bis Mitternacht in Abständen von 10 bis 30 Minuten. Der Fahrpreis ist von der Entfernung (Anzahl der Zonen) abhängig. Es gibt einfache Tickets oder ein Bonotren Ticket für 10 Fahrten. Die Preise für die einfache Fahrt sind € 1.70 für die Zone 1 und 2, € 1.85 für Zone 3, € 2.60 für Zone 4, € 3.40 für Zone 5, € 4.05 für Zone 6 und € 5.50 für Zone 7. Die Preise für Bonotren sind € 10.00 für die Zone 1 und 2, € 13.70 für Zone 3, € 18.55 für Zone 4, € 24.30 für Zone 5, € 28.55 für Zone 6 und € 38.45 für Zone 7. (2020)
Taxi
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Die offiziellen Taxis sind weiß mit einem roten Streifen an der Seite und dem Wappen der Stadt versehen. Die Taxipreise sind im Vergleich zu den Preisen in Deutschland günstig. Die Preise für Taxis berechnen sich wie folgt (2020)
- Fahrtantritt:€ 2,40 Mo bis Sa 6 bis 21 Uhr, € 2,900 Mo bis Fr 21 bis 6 Uhr am nächsten Tag, Sa, So und Feiertag 6 bis 21 Uhr
- Tarif 1: 1,05 € pro Kilometer Gebiet A (Stadtgebiet Madrid) Mo bis Fr 6 bis 21 Uhr, Sa 6 bis 15 Uhr
- Tarif 2: 1,20 € pro Kilometer Gebiet A (Stadtgebiet Madrid Mo bis Fr 21 bis 7 Uhr am nächsten Tag, Sa 15 bis 6 Uhr am nächsten Tag, Gebiet B (Umgebung von Madrid) Mo bis Fr 6 bis 21 Uhr, Sa 6 bis 15 Uhr
- Tarif 3: 1,25 € pro Kilometer Gebiet B Umgebung von Madrid) Mo bis Fr 21 bis 7 Uhr am nächsten Tag, Sa, So, Feiertage
- Wartezeit pro Stunde € 20,500 (Tag) € 23,50 (Nacht)
Zuschläge:
- Weihnachten und Neujahr 21 bis 6 Uhr: € 6.70
- Fahrt von Bahnhöfen oder Autobusbahnhöfen € 3.-
- Fahrt vom Flughafen Barajas: € 5.50
- Kein Gepäckszuschlag oder für Haustier
Tipp: In jedem Taxi ist auf der Beifahrerseite ein Schild angebracht: ocupado in rot bedeutet "besetzt"; libre in grün heißt "frei". In der Regel sind freie Taxis aber auch am "Licht" auf dem Fahrzeug erkennbar. Zum Anhalten der Taxis wird die Hand gehoben.
Sollte es Anlass zu einer Beschwerde geben, muss dem Fahrgast vom Taxifahrer ein Beschwerdezettel ausgehändigt und die Taxinummer mitgeteilt werden. Die Beschwerde kann dann im Ayuntamiento (Rathaus) eingereicht werden.
Stadtrundfahrten
[Bearbeiten]Es werden 2 Stadtrundfahrten angeboten:
- Historisches Madrid. Calle de Felipe IV, Alfonso XII, Plaza de la Independencia, Calle de Alcalá, Calle de Velázquez, Calle de Goya, Plaza de Colón, Paseo de Recoletos, Calle de Alcalá, Gran Via, Plaza de España, Calle Princesa, Calle del Marqués de Liria, Calle de Luisa Fernanda, Calle de Ferraz, Plaza de España, Calle Bailén, Calle de San Quintín, Calle Arrieta, Plaza de Isabel II, Requena, Calle Bailen, Calle Gran Vía de San Francisco, Puerta de Toledo, Calle Bailén, Calle Mayor, Puerta del Sol, Carrera de San Jerónimo,Calle Cedaceros, Calle Alcalá, Plaza de Cibeles, Paseo del Prado, Plaza del Emperador Carlos V, Paseo del Prado, Calle de Felipe IV.
- Modernes Madrid. Plaza de Cánovas del Castillo, Paseo del Prado, Plaza de Cibeles, Paseo de Recoletos, Plaza de Colón, Paseo de la Castellana, Plaza de Lima, Calle de Concha Espina, Calle de Serrano, Plaza de la Independencia, Calle de Alcalá, Plaza de Cibeles, Calle de Alcalá, Calle de Sevilla, Calle de Carrera de San Jerónimo, Plaza de Cánovas del Castillo.
Seilbahn
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Auf der Straße
[Bearbeiten]Wie in den meisten Großstädten ist auch in Madrid davon abzuraten, mit dem eigenen PKW zu fahren. Parken auf der Straße ist beschränkt möglich Mo bis Fr 9 bis 20 Uhr, Sa 9 bis 15 Uhr, im August: Mo bis Sa 9 bis 15 Uhr. Parken von 11 bis 13 und 18 bis 20 Uhr ist teurer, von 9 bis 11 und 13 bis 18 Uhr billiger-.Es gibt zwei Arten von Parkplätzen,
Blaue Parkplätze: maximal zwei Stunden: bis 20 Minuten € 0.25, bis 30 Minuten € 0.40, bis 60 Minuten € 1.05 von 9 bis 11 und 13 bis 18 Uhr, € 1.10 von 18 bis 20 Uhr, 90 Minuten € 1.65 von 9 bis 11 und 13 bis 18 Uhr, € 1.75 von 18 bis 20 Uhr, 120 Minuten € 2.70 von 9 bis 11 und 13 bis 18 Uhr, € 2.80 von 18 bis 20 Uhr
Grüne Parkplätze: maximal eine Stunde, bis 20 Minuten € 0.50, bis 30 Minuten € 0.90, bis 60 Minuten € 2.00 von 9 bis 11 und 13 bis 18 Uhr, € 2.10 von 18 bis 20 Uhr.
In den kontrollierten Parktonen gibt es Parkometer (parquímetros), an denen man bar oder mit Tarjeta monedero bezahlen kann. Diese Karte erhält man beim Oficina Municipal de Estacionamiento Regulado oder von den Kontrollorganen. Die Karte kann an jedem Parkometer mit € 15 wieder aufgeladen werden. Wenn man maximal 1 Stunde länger parkt als vorgesehen, kann man eine Strafe vermeiden, in dem man € 3 beim Parkometer bezahlt.
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten]Kirchen und Klöster
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- 1 Catedral de la Almudena (unmittelbar südlich des Palacio Real an der Calle de Bailen) Der Bau der Kathedrale wurde 1879 begonnen und später erweitert. Fertiggestellt wurde er erst 1993. Man kann die Kathedrale von der Calle de Bailen aus besuchen. Auffällig sind die schöne Orgel, der Hochaltar, zu dem Treppen hinaufführen, und die bunten Kirchenfenster. Geöffnet: Mo-So ununterbrochen v. 9:00–20:30. Preis: kostenlos; um eine Spende i.H.v. 1 € wird gebeten.
- 2 Basilica de San Francisco el Grande (basílica de San Francisco el Grande), San Buenaventura 1 (Metro 5 Puerta de Toledo; Bus 3, 148, N16 San Francisco el Grande) Die Basilika ist eine der schönsten Kirchen Madrids. Die Kirche wurde von dem italienischen Architekten Francesco Sabatini 1785 erbaut. Ihre mächtige Kuppel hat einen Durchmesser von 33 Metern. Während der französischen Herrschaft unter Joseph Bonaparte trat hier die Cortes (Parlament) zusammen. Seit Ende des 19. Jh. dient die Kirche als Pantheon, zum Beispiel ist hier der Erbauer des Prado Juan de Villanueva beigesetzt. An einem der Seitenaltäre befindet sich das Bild "Die Predigt des Hl. Bernhard" von Francisco de Goya. Geöffnet: Di–Sa 11:00–13:00, 16:00–19:00. Preis: € 3, Studenten, Senioren € 2.
- 3 Basílica Pontificia de San Miguel (basílica de San Miguel), Calle de San Justo 4, Calle de San Justo, 4, 28005 Madrid (Metro 5 La Latina) Das barocke Gotteshaus wurde in der ersten Hälfte des 18. Jh. errichtet. Heute ist es Sitz des Apostolischen Nuntius und Treffpunkt des ultra-konservativen Opus Dei. Geöffnet: Mo–Sa 9:45–13:00 (1. Jul.–30. Sep.), 18:00–21:15 (1. Jul.–30. Sep.), 9:45–13:15 (1. Okt.–30. Jun.), 17:30–21:15 (1. Okt.–30. Jun.); So 9:45–13:30 (1. Jul.–30. Sep.), 18:30–21:15 (1. Jul.–30. Sep.), 9:45–14:15 (1. Okt.–30. Jun.), 18:00–21:15 (1. Okt.–30. Jun.).
- 4 Colegiata de San Isidro, Calle de Toledo, Calle Toledo, 37, 28005 Madrid (Metro 5 La Latina) Die Barockkirche wurde 1622 erbaut. Sie beherbergt die Gebeinde des Stadtheiligen San Isidro. In der angrenzenden Jesuitenschule Instituto de San Isidro wurden Calderon de la Barca, Lope de Vega und Francisco Gomez de Quevedo unterrichtet.
- 5 Iglesia de San Andres (iglesia de San Andrés (Madrid)), Plaza de San Andres, plaza de San Andrés, 1, 28005 Madrid (Metro 5 La Latina) Die Kirche bildet einen Baukörper mit der gotischen Capilla del Obispo (Bischofskapelle). In einem Vorgängerbau wurde hier der Stadtpatron von Madrid San Isidoro begraben. Nach seiner Heilgsprechung wurde die Kirche in der 2. Hälfte des 17. Jh. umgebaut. Die Kirche wurde im Bürgerkrieg schwer beschädigt, nach der Renovierung ist sie heute eine der eindrucksvollsten Kirchen Madrids. Geöffnet: täglich 9:00–13:00; Mo–Sa 18:00–20:00.

- 6 Ermita de San Antonio de la Florida, Glorieta de San Antonio de la Florida 5 (Metro 6, 10 oder Cercanías C1, C7, C10 Príncipe Pío, Bus 41, 46, 75 San Antonio de la Florida). Tel.: +34 915420722, +34 917011863, Fax: +34 917011686 Die Einsiedelei wurde 1792 im Auftrag von König Carlos' IV. vom italienischen Architekten Filippo Fontana erbaut. Die Skulpturen stammen von José Ginés. Francisco de Goya schuf die Fresken, die Szenen aus dem Leben des Heiligen Antonius darstellen. 1919 wurden die sterblichen Überreste Goyas hierher überführt. 1928 übergab König Alfonso XIII. die Einsiedelei an die Akademie der Schönen Künste San Fernando. Geöffnet: Di–So 9:30–20:00, Mo geschlossen. Preis: Eintritt frei.
- 7 Iglesia de San Ginés, Calle del Arenal 13, Calle Arenal, 13, 28013 Madrid Metro 1, 2, 3 Sol oder 2, 5 Opera Geöffnet: Mo–Di 8:45–13:00, 18:00–21:00; Mi 8:45–13:30, 17:30–21:00; Do–Sa 8:45–13:00, 18:00–21:00.
- 8 Iglesia de San Jeronimo el Real (Iglesia de San Jerónimo el Real, Los Jeronimos), Calle de Felipe IV (auf der Rückseite des Prados; Metro 1 Atocha oder 2 Banco de España, Bus (zahlreiche Linien) Neptuno) Die Kirche wurde im 15. Jh. gegründet, der heutige Bau im neugotischen Stil stammt aus dem 19. Jh. Hier legt der Prinz von Asturien seinen Eid ab, hier werden Könige ausgerufen und hier finden die Hochzeiten der Könige statt.
- 9 Iglesia de San José, Calle de Alcala 43, calle Alcalá, 43, 28014 Madrid (Metro 2 Banco de España) Der Architekt Jose de Riberira erhielt 1730 den Auftrag, hier ein Karmeliterkloster zu errichten. Die Bauarbeiten nahmen 15 Jahre in Anspruch. Das Kloster wurde im 20. Jh. abgerissen, weil man den Platz für die Banco de Viscaya und das Teatro Apolo benötigte. Geöffnet: täglich 7:00–13:30, 18:00–20:30.
- 10 Iglesia de San Nicolás, Plaza San Nicolás 6 (Metro 2, 5 Opera) Die Kirche ist ein Backsteinbau mit Hufeisenbögen im Mudejarstil. Die Ursprünge der Kirche stammen aus dem 12. Jh. Der Backsteinturm im Mudejar-Stil ist möglicherweise der Überrest eines ehemaligen Minaretts. Die Hufeisenbögen am Eingang zum Chor und die Stuckdekoration entsprechen dem Mudejar-Szil. Der Altaraufsatz stammt vom Erbauer des Escorial, Juan de Herrera.
- 11 Iglesia de San Pedro el Viejo, Calle del Nuncio (Metro 5 La Latina) Die Kirche wurde erstmals im 13. Jh. erwähnt. Ein Teil der mächtigen Kirche mit viereckigen Bachsteinturm stammt aus dem 14. Jh., große Teile des Gebäudes wurden im 17. Jh. hinzugefügt. Geöffnet: Mo–Do 9:00–12:30, 17:00–20:00 (1. Okt.–30. Jun.), 18:00–21:00 (1. Jul.–30. Sep.); Fr 7:00–21:00; Sa–So 9:00–12:30; Sa 17:00–20:00 (1. Okt.–30. Jun.), 18:00–21:00 (1. Jul.–30. Sep.).
- 12 Monasterio de las Descalzas Reales, Plaza de las Descalzas Reales (Metro 2, 5 Opera) Das Kloster wurde zu Beginn des 17. Jh. von Margarethe von Österreich, der Frau von König Felipe III., errichtet und im 18. Jh. nach einem Brand im klassizistischen Stil wieder aufgebaut. In der Gemäldesammlung finden sich Bilder von spanischen Meistern des 17. Jh. Kloster, Kreuzgang und Kirche können nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Führungen werden in französisch, englisch und spanisch angeboten. Die Gruppenstärke beträgt maximal 25 Personen. Geöffnet: Di-Do, Sa 10:30–12:45, 16:00–17:30, Fr 10:30–12:30, So 11:00–13:30, Mo geschlossen. Preis: 7 €, Studenten und Senioren frei.
- 13 Monasterio de la Encarnación (Real Monasterio de la Encarnación), Plaza de la Encarnación 1 (Metro 2, 5 Opera) Geöffnet: Di-Do, Sa 10:30–12:30, 16:00–17:30, Fr 10:30–12:30, So 11:00–13:30. Preis: 5 €, Studenten, Senioren 2,50 €.
- 14 Oratorio del Caballero de Gracia, Calle Caballero de Gracia 5 (Metro 1, 5 Gran Vía) Das Gebetshaus wurde Ende des 18. Jh. vom Architekten des Prado, Juan de Villanueva, erbaut. Es gilt als das beste Beispiel klassizistischer Architektur in Madrid. Die Fassade wurde allerdings erst 1830 hinzugefügt.
Burgen, Schlösser und Paläste
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- 1 Palacio Real . Der Königspalast am westlichen Ende der Innenstadt wurde im 19. Jh. anstelle einer 1734 abgebrannten Festung errichtet. Bauherr war der Bourbonenkönig Philipp V. Die Bauarbeiten dauerten 26 Jahre. Bis 1931, dem Jahr der Abdankung Alfonsos XIII, war der Palast auch Wohnsitz der spanischen Könige. Der derzeitige König Felipe VI. lebt im Schlösschen La Zarzuela vor der Stadt und nutzt den Palast nur zu Staatsempfängen. Man kann den Palacio Real besichtigen. Es darf nicht fotografiert werden. An dieser Stelle befand sich ein maurischer Alcazar, der seit dem 11. Jh. von den christlichen Königen zeitweise bewohnt und umgebaut wurde. Dieser Alcazar wurde 1734 durch einen Brand zerstört. Philipp V. beauftragte im Jahr darauf den italienischen Architekten Filippo Juvarra mit Plänen für einen Neubau. Diese Pläne sahen eine monumentale Anlage mit 23 Höfen und einer Länge von beinahe 500 Metern vor. Nach seinem Tod 1736 wurde Giovanni Battista Sacchetti mit der Weiterführung beauftragt, der einen geschlossenen Bau mit vier Flügeln nach dem Vorbild des Pariser Louvre errichtete. Der Grundstein wurde 1737 gelegt, der Bau und der Großteil der Ausstattung waren 1764 abgeschlossen und Karl III. konnte mit seinem Hof in die neue Residenz einziehen. Zu diesem Zeitpunkt waren die Fresken von Giovanni Battista Tiepolo im Thronsaal und die Fresken von Corrado Giacinto oberhalb der Haupttreppe bereits vollendet. Die Maler Anton Raphael Mengs, Francisco Bayeu, Antonio Gonzalez Valdez führten das umfangreiche Ausstattungsprogramm bis in die Zeit von Karl IV. weiter aus. Der Palast wurde von 1764 bis zur Flucht Alfons XIII. 1931 vom spanischen Herrscherhaus bewohnt. Seit 1950 ist er teilweise für das Publikum zugänglich. Heute dient er für Staatsakte. 1962 wurden die Nuevos Museos in den ehemaligen Wohnräumen der Schwester von Alfons XIII., Isabella von Bourbon, und der Königin Maria Christina und das Teppichmuseum eröffnet. Die Armeria Real (Königliche Waffensammlung) befindet sich seit 1893 am Ende der westlichen Arkaden des Vorplatzes, die Palastapotheke im Ostflügel der Vorhofarkaden und das Königliche Karossenmuseum im Park des Campo de Moro.
- Haupttreppe: Das Deckengewölbe zeigt das Fresko „Der Triumph von Religion und Kirche“ von Corrado Giacinto. Über den Eingängen zum Treppenbalkon und zum Saal der Wachen befinden sich die Fresken „Herkules zerbricht die Säulen“ und „Spaniens Triumph über seine Widersacher“ von Corrado Giacinto.
- Die Sala de Alabarderos (Saal der Wachen) wird von dem Fresko „Aeneas zum Tempel der Unsterblichkeit aufsteigend“ von Giovanni Battista Tiepolo aus dem Jahr 1766 beherrscht.
- Die Sala de Columnos (Saal der Säulen) war ursprünglich Galaspeisesaal und später Festsaal Karls III. Das Deckenfresko „Triumph von Apoll und Bacchus“ stammt von Corrado Giacinto.
- Die Saleta de Gasparini ist der private Speisesaal von Karl III. Das Deckenbild „Apotheose des Kaisers Trajan“ von 1774 ist ein Hauptwerk des deutschen Malers Anton Raphael Mengs. Mengs kam 1762 nach Madrid und war der Hofmaler von Karl III.
- Die Antecamera de Gasparini ist mit dem Fresko „Apotheose des Herkules“ ausgemalt. Das Fresko wurde 1763 begonnen und 1775 beendet. Hier befinden sich die Porträts von Karl IV. und seiner Frau Maria Luisa von Parma von Francisco Goya. Wahrscheinlich hat sie 1799 Napoleon in Auftrag gegeben. Sie sind einmal in Hoftracht und einmal als Privatperson dargestellt, Karl IV. als Jäger, Maria Luisa mit schwarzem Schleier. Diese Bilder gelten als Hauptwerke der späten Porträtkunst Goyas und als erste Porträts im modernen Sinn.
- Der Salon de Gasparini war das Ankleidezimmer von Karl III. Die Gewölbe sind mit kostbaren Stuckdekorationen mit Chinoiserien im Stil des Rokoko geschmückt. Die Ausstattung wurde unter Ferdinand VII. vollendet.
- Der Salon Karls III. war das Schlaf- und Sterbezimmer von Karl III. (gestorben 1788). Der Salon wurde erst 1828 unter Ferdinand VII. fertiggestellt.
- Das Porzellanzimmer wurde 1765 bis 1770 von der aus Neapel nach Madrid verlegten Manufaktur unter der Leitung von Giuseppe Gricci ausgeführt.
- Die ala Amarilla (Gelber Saal) erhielt ihren Namen von den gelben Seidentapeten aus der Zeit Karls III. Das Deckenfresko von 1829 stellt „Juno auf ihrem Wagen“ dar.
- Der Galaspeisesaal wurde 1879 eingeweiht. Alfons XII ließ drei ursprünglich für Maria Amalia von Sachsen vorgesehene Räume vereinigen. Die Deckenfresken des 18. Jh. sind erhalten geblieben, sie stellen „Aurora“ (von Anton Raphael Mengs, begonnen 1763, vollendet 1775), „Kolumbus vor den Katholischen Königen“ (von Antonio Gonzalez Velazquez) und „Die Übergabe von Granada“ (von Francisco Bayeu) dar. An den Wänden befinden sich Teppiche aus der Serie „Vertumnus und Pomona“ aus dem Besitz von Karl V., sie wurden im 16. Jh. in Brüssel in der Werkstatt J.Pannemakers hergestellt.
- Die nächsten drei Räume enthalten die Fächersammlung, den Kinosaal von Alfons XIII. sowie Silbergeschirr.
- Die Kapelle im Nordtrakt wurde nach Plänen von Giovanni Battista Sacchetti von Ventura Rodriguez ausgeführt. Die Ausmalung erfolgte durch Corrado Giacinto. Die Kuppel ist mit einem Fresko der „Marienkrönung“, die Pendentifs mit Bildern der spanischen Heiligen Leandro, Hermengildo, Isidro und Maria de la Cabeza und das Gewölbe des südlichen Vorraums „Der Hl. Jakob in der Schlacht von Clavijo gegen die Mauren 844“ geschmückt. Am Hauptaltar befindet sich das Bild des „Hl.Michael“ von Francisco Bayeu und am nördlichen Seitenaltar eine „Verkündigung“ von Anton Raphael Mengs.
- Die drei westlichen Nebenräume beherbergen die Schatzkammer, Vorsakristei und Sakristei Bilder von italienischen Malern des 17. Jh.
- Der Ostflügel war der ehemalige Wohntrakt Karls IV. und seiner Frau Maria Luise von Parma. Die Räume wurden 1906 bis 1929 von Maria Christina von Österreich, der Mutter von Alfons XIII. bewohnt. Die Wand- und Deckenmalerei des späten 18. Jh. ist erhalten geblieben. In der inneren Folge von Räumen ist das „Museu de Tapices (Teppichmuseum)“ untergebracht. In der äußeren Folge von Räumen befinden sich ein Deckenfresko „Die Zeit deckt die Wahrheit auf“, Teppiche aus der Real Fabrica, Teppiche von Goya, die 1780 für den Palast El Pardo hergestellt wurden, darunter „Die Holzfäller“, das Deckenfresko „Apoll und Minerva zeichnen das Talent aus“ von Antonio Gonzalez Velazquez, das Deckenfresko „Sturz der Giganten“ von Francisco Bayeu sowie ein Ganzfigurenporträt von Franz Xaver Winterhalter, der Spiegelsaal, der ursprünglich das Ankleidezimmer von Maria Luisa von Parma war mit eine Fresko „Herkules im Olymp“ von Francisco Bayeu, die Deckenfresken „Die Orden der spanischen Monarchie“ von Francisco Bayeu und „Herkules am Scheideweg“ sowie ein Polyptichon von Juan de Flandes, das um 1496 entstanden ist, das Leben Christi darstellt und aus dem Besitz von Isabella der Katholischen stammt.
- Die sogenannten Privatgemächer, die in dem von Francisco Sabatini als Bibliothekstrakt errichteten anschließenden Bau untergebracht sind und seit Isabella II. als königliche Wohnräume benutzt wurden, spiegeln die Atmosphäre der letzten Bewohner Alfons XIII. und seiner Frau Victoria Eugenia von Battenberg wieder. Es handelt sich um 17 Räume mit vielen persönlichen Erinnerungsstücken. Besonders bemerkenswert sind die Porträts der französischen Könige Ludwig XIV., Ludwig XV. und das Bild von Philipp V. von Hyacinthe Rigaud im Empfangssaal der Königin sowie die Porträts von Ferdinand IV., König von Neapel, und seiner Frau Maria Carolina von Anton Raphael Mengs (1773) im Musiksaal.
- Es folgen vier große Repräsentationsräume im östlichen Teil des Südflügels. Die Decken des Kleinen Audienzsaals und des Thronsaals verherrlichen die spanische Monarchie. Giovanni Battista Tiepolo arbeitete daran ab 1762.
- Im ersten Saal befindet sich das Fresko „Apotheose des Kaisers Hadrian“.
- Im zweiten Saal befindet sich das Fresko „Das Goldene Vlies“ von Giovanni Domenico Tiepolo, dem Sohn von Giovanni Battista Tiepolo, und ein Halbfigurenporträt von Karl III. von Anton Raphael Mengs.
- Der Kleine Audienzsaal wird durch das Deckenfresko „Apotheose der spanischen Monarchie“ von Giovanni Battista Tiepolo geschmückt. Die Wandteppiche aus dem 18. Jh, beruhen auf Vorlagen von David Teniers.
- Im Thronsaal befindet sich das Fresko „Die Verherrlichung der spanischen Monarchie“, das Giovanni Battista Tiepolo 1764 als erstes Fresko im Königlichen Palast fertigstellte.
- 2 Casa de San Isidro (Museo de San Isidro), Plaza de San Andres 2 (Metro 5 La Latina). Der Stadtpalast ist eines der schönsten Beispiele für die Architektur der Habsburger-Zeit. Hier lebte und starb der Stadtheilige von Madrid San Isidoro. Dann wurde der Palast Sitz der Herzöge von Paredes. Heute ist hier das Museo de los Origines zur Archäologie und Stadtgeschichte Madrids untergebracht (s.u.). Besonders bemerkenswert ist der Pozo de los Milagros (Wunderbrunnen).
- 3 Palacio de Santa Cruz, Plaza de la Provincia 1 (Metro 1, 2, 3 Sol) Im 17. Jh. erbaut, gilt als typisches Beispiel der Habsburger-Architektur. Zur Zeit der Inquisition diente das Gebäude als Gefängnis, seit 1901 ist es Sitz des spanischen Außenministeriums.
- 4 Palacio de Liria, Calle de la Principessa 20–22 (Metro 3 Ventura Rodriguez) Der Stadpalast der Herzöge von Alba wurde 1780 von Ventura Rodriguez fertiggestellt. Der Palast brannte im Bürgerkrieg ab und wurde später originalgetreu wiedererrichtet. Er enthält eine Kunstsammlung mit Werken von El Greco, Goya, Murillo, Riberia und Velazquez. Geöffnet: Nov bis Mai Fr 11-13 Uhr.
- 5 Palacio Real de El Pardo, Calle Manuel Alonso (13 km nordwestlich des Stadtzentrums über die M-605) Ein Sommerpalast der spanischen Königsfamilie, am Nordrand der Stadt gelegen. Der ursprüngliche Bau stammt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, von 1772 bis 1778 wurde der Palast jedoch unter der Leitung des Architekten Francisco Sabatini maßgeblich umgestaltet und ist nun dem Spätbarock und Klassizismus zuzuordnen. Von 1939 bis 1975 residierte hier der faschistische Diktator Francisco Franco, der den Palast restaurieren und modernisieren ließ. Heute kann man im Rahmen von Führungen Teile des Palastes, den Schlosspark, die Kapelle, das Arbeits- und das Schlafzimmer Francos besichtigen. Geöffnet: täglich 10–18 Uhr.
Bauwerke
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- 6 Atocha-Bahnhof (estación de Atocha), Plaza Emperador Carlos V (Metro 1 Atocha oder Atocha Cercanías) Der moderne Teil des wichtigsten Bahnhofs Madrids ist langweilig und hässlich. Dafür ist die sehr schöne historische Bahnhofshalle zu einem Botanischen Garten mit tropischen Pflanzen, Schildkröten-Teich und Cafés umgebaut worden. Der Besuch bei den Schildkröten (tortugas) lässt sich gut mit dem Besuch des Retiro-Parks und des Museo Reina Sofia verbinden. Merkmal: .
- 7 Banesto (Banco Espanol de Credito) (Edificio del Banco Español de Crédito, Palacio de la Equitativa), Calle de Alcalá, 14 (Metro Banco de España) Der Sitz der Banesto ist einer der spektakulärsten Bankpaläste Madrids.
- 8 Openbank, Paseo de la Castellana 24 (Metro Ruben Dario). Das frühere Hauptgebäude der Banco Santander wurde im 19. Jh. erbaut und 1993 von dem österreichischen Architekten Hans Hollein umgebaut. Das Gebäude kann nicht besichtigt werden, es ist nur ein Blick in das Atrium möglich.
- 9 Circulo de Bellas Artes (Círculo de Bellas Artes, Kreis der Schönen Künste), Calle de Alcala 42 (Metro Banco de España) Das Belle-Epoque-Haus des Madrider Kunstvereins enthält eines der berühmtesten Kaffeehäuser der Stadt. Der Circulo de Bellas Artes wurde 1880 gegründet und befindet sich in einem der größten Paläste in der Calle de Alcala. Das Gebäude wurde 1926 vom Architekten Antonio Palacio errichtet. Die Ausstellung umfasst Dokumente aus der Geschichte des Vereins. Der Circulo de Bellas Artes war von Anfang an ein bedeutender intellektueller Treffpunkt. Geöffnet: Cafe: So bis Do 9 bis 1 Uhr, Fr, Sa 9 bis 3 Uhr, Ausstellungsräume: Mo bis Sa 11 bis 14, 17 bis 21 Uhr, So 11 bis 14 Uhr.
- 10 Palacio de las Cortes (spanisches Parlament), Plaza de las Cortes (Metro Banco de España) Das Parlamentsgebäude hat eine klassizistsiche Säulenvorhalle, die von zwei bronzenen Löwen flankiert ist, und trägt die Aufschrift Congreso de los Desputados.
- 11 Edificio Carrión/Capitol, Gran Via 41 (Metro Callao) Das Art-déco-Gebäude des Edificio Carrión wurde 1931-1833 von den Architekten Luis Martínez-Feduchi und Vicente Eced erbaut. Heute befindet sich hier das Kino Capitol.

- 12 Edificio España, Plaza de España (Metro 3, 10 Plaza de España) Das 117 Meter hohe Wohn- und Bürogebäude wurde 1948 bis 1953 errichtet und ist ein Symbol der Franco-Herrschaft. Bei seiner Fertigstellung war es das höchste Gebäude Spaniens. Stilistisch ähnelt es stalinistischen Bauwerken im Ostblock, allerdings mit Bezugnahmen auf den spanischen Barock. Seit 2005 steht es leer, Umnutzungspläne chinesischer Investoren wurden bislang nicht realisiert. Heute befindet sich hier das Hotel RIU Plaza Espana.

- 13 Palacio Longoria, Calle Fernando VI, 6 (Ecke Calle Pelayo; Metro 4, 5, 10 Alonso Martínez) Das außergewöhnlich dekorative Jugendstil-Palais wurde 1902–03 als Wohnhaus für den Bankier und Politiker Javier González Longoria errichtet. Entworfen hat es der katalanische Architekt Jose Grasses Riera. Es gilt als eines der bedeutendsten und schönsten Beispiele des spanischen Modernismo. Heute sitzt hier die Sociedad General de Autores y Editores (spanischer Schriftstellerverband). Das Innere ist nicht für Besucher zugänglich, man kann aber in den Eingangsbereich und das Treppenhaus hineinspähen.

- 14 Edificio Metrópolis, C/ Alcalá 39 (Ecke Gran Vía; Metro 2 Banco de España) Ehemaliger Firmensitz der Versicherungsgesellschaft La Unión y el Fénix, erbaut 1907–11 im französischen Beaux-Arts-Stil. Auf der weithin sichtbaren Kuppel stand einst eine Phönixfigur; als 1972 die Metrópolis-Versicherung das Gebäude übernahm, ließ sie das Symbol ihrer Konkurrentin entfernen und durch eine geflügelte Victoria-Statue ersetzen.
- 15 Ministerio de Hacienda y Función Pública (Real Casa de la Aduana, Finanzministerium), Calle de Alcala 11 (Metro Sol oder Sevilla) Das Ministerium befindet sich im Gebäude des ehemaligen Königlichen Zollhauses (Real Casa de la Aduana). Dieses Gebäude wurde in der 2.Hälfte des 18. Jh. von Francesco Sabatini, dem Hofarchitekten von König Carlos III. im Stil eines italienischen Renaissancepalastes erbaut.
- 16 Puente de Segovia, Puente de Segovia Schöne Brücke, etwas südlich des Palacio Real über den Río Manzanares wurde von König Felipe II in Auftrag gegeben, nachdem er sich für Madrid als Hauptstadt entschieden hatte.
- 17 Puerta de Toledo, Glorieta Puerta De Toledo (Metro Puerta de Toledo) Die Puerto de Toledo ist neben der Puerto de Alcala das einzige erhaltene Stadttore Madrids. Sie wurde in der ersten Hälfte des 18. Jh. unter König Philipp V. von dem Architekten Pedro de Ribera errichtet.
- 18 Palacio del Senado (spanischer Senat), Plaza de España Ursprünglich stand hier ein Augustinerkloster. Es wurde im 19. Jh. zum Sitz der Stadtverwaltung umgewandelt. Das Gebäude wurde 1988-1992 von dem Architekten Salvator Gayarre Ruiz de la Galaretta im postmodernen Stil erweitert.
- 19 Teatro Real, Plaza de Isabel II (Metro 2, 3 Ópera) Das Opernhaus Madrids. Es steht gegenüber dem Palacio Real an der Plaza de Oriente. Der Bau stammt aus dem Jahre 1850. Zwischen 1991 und 1997 wurden umfangreiche Renovierungsarbeiten durchgeführt. Der Innenraum in Hufeisenform hat 4 Ränge und ist in Rot- und Goldtönen gehalten. 1630 Besucher finden Platz. Es werden eigene und auch ausländische Produktionen aufgeführt.
- 20 Teatro Valle-Inclán, Plaza de Lavapiés (Metro Lavapiés) Das Theater wurde 2006 nach einem Entwurf der Architekten Ángela García de Paredes und Ignacio García Pedrosa erbaut. Es ist nach dem galicischen Autor Ramón María del Valle-Inclán benannt, der in Spanien für seine feine Ironie und Respektlosigkeit gegen über den Herrschenden bekannt ist.

- 21 Templo de Debod, Calle Ferraz 1 (Metro 3 Ventura Rodríguez oder 3, 10 Plaza de España; Bus 74 Ferraz - Luisa Fernanda). Tel.: +34 913667415, Fax: +34 91354171971, E-Mail: [email protected] Der Tempel von Debod ist ein ägyptischer Tempel, der in Madrid wiederaufgebaut wurde. Er stand ursprünglich 15 Km südlich von Philae am Ufer des Nils. Der Bau des Assuan-Staudamms im Jahr 1960 brachte eine Reihe archäologischer Monumente der Nilregion in Gefahr, überflutet zu werden. Als Anerkennung der Hilfe Spaniens bei der Rettung des Tempels von Abu Simbel machte die ägyptische Regierung im Jahre 1968 Spanien den Tempel von Debod zum Geschenk. Der Tempel wurde in große Einzelblöcke zerlegt, die 1970 über Alexandria und Valencia nach Madrid transportiert wurden. Der Tempel wurde auf einem ehemaligen Gelände mit Militärbaracken wiederaufgebaut. Er ist seit 1972 öffentlich zugänglich und eines der wenigen Beispiele altägyptischer Architektur, die außerhalb von Ägypten besichtigt werden können. Geöffnet: Okt bis Mär Di bis Fr 9.45 bis 13.45, 16.15 bis 18.15 Uhr, Sa, So 9.30 bis 20 Uhr, Apr bis Sep Di bis Fr 10 bis 14, 18 bis 20 Uhr, Sa, So 9.30 bis 20 Uhr. Preis: Eintritt frei.
- Chamberí Metro (Andén 0), Plaza de Chamberí. In den 1960ern stillgelegter U-Bahnhof. Als Museum wiedereröffnet. Geöffnet: 10-19.00. Mo., Di. Mi. geschl. Preis: umsonst.
Denkmäler
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- 22 Fuente de Cibeles (oder nur La Cibeles; Kybele-Brunnen), Plaza Cibeles Repräsentativer Brunnen mit einer Statue der griechischen Fruchtbarkeitsgöttin Kybele (spanisch Cibeles) auf einem Wagen, der von zwei Löwen gezogen wird. Er befindet sich in der Mitte des Kreisverkehrs auf dem gleichnamigen Platz. Das klassizistische Denkmal wurde von Ventura Rodríguez entworfen, die Figuren von den Bildhauern Francisco Gutiérrez (Göttin und Wagen) und Roberto Michel (Löwen) geschaffen. Errichtet wurde das Monument 1780–92.
- 23 Fuente de Neptuno (Neptuno, Neptunbrunnen), Plaza de Canovas del Castillo, Plaza Cánovas Del Castillo (Metro Atocha)